20 Jahre Karate: Das unsportliche Kind (2)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Es ist gar nicht so einfach mit der Rückschau, so vieles fällt mir wieder dazu ein.
Karate ist mir nie wirklich leicht gefallen, ich hab mir alles mit viel Spaß hart erarbeitet. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg  – ja, ich betrachte es als Erfolg für mich, obwohl ich mich nie in offiziellen Wettkämpfen gemessen habe. Ich erlebe immer wieder, dass Karateka, denen es nicht „zufällt“ meist dabei bleiben, während diejenigen, die leicht und schnell lernen, oft auch schnell die Lust verlieren. Weiterlesen

Der innere Schweinehund – wieder Laufen (7)

Der Monat August.

Das Unwetter kam dann leider doch runter...

Der Juli war ein Spaziergang, der August eine Herausforderung. In der ersten Hälfte immer unbeständiges Wetter. Ich wusste nie, ob ich die Runde „trocken“ überstehen würde. So hat es mich denn auch einmal so richtig erwischt. Am 3. August, ich sah die Wolken, sie blieben aber immer in akzeptabler Entfernung. Plötzlich ging die Welt unter. Gott sei Dank, hatte ich nur 200m bis zu einer Scheune, so dass ich nur ein bisschen nass wurde. Aber um mich rum schüttete es aus Kübeln und Blitz und Donner ohne Ende. Mir wurde schon etwas mulmig. Aber ich konnte ja twittern 🙂 Also war ich nicht allein.

Weiterlesen

Der innere Schweinehund – wieder Laufen (6)

Eine Woche voller: Aussetzen (?) und Aufraffen!

Die Bauern dekorieren mir meinen Weg immer sehr hübsch

Mein Facebook-Eintrag vom Montag lautete: „Wenn du auf den letzten 2 von 7 km merkst, dass du dir ne Blase läufst, auf dem letzten km fast nur noch humpelst und dann 5 Min schneller bist als sonst… – unbezahlbar!“ Das sagt alles, aber ich habe durchgehalten. Heißt aber auch, dass ich mal zeitlich was rausgeholt habe. *stolzbin*
Aaaber die Blase war soooo übel, rohes Fleisch starrte mich glänzend beim Socken ausziehen an, die Socke ging kaum ab und klebte am Zeh. Pflaster drum und dann den Rest des Tages durch die Wohnung humpeln.

Weiterlesen

Der innere Schweinehund – wieder Laufen (5)

Nie ohne Glücksbringer!

Ich halte es durch, das allein ist schon erwähnenswert. Wo ich doch sonst eine Schönwetter-Läuferin bin, stelle ich fest, es geht auch bei Nieselregen. Mache mir aber schon Gedanken wie das wird, wenn’s richtig, so richtig kalt wird. Mir kratzte am Montag schon der Hals für 2 Tage, obwohl es warm war (19°) und nur ein wenig nieselte… Vielleicht dann doch wieder in ein Sportstudio und aufs Laufband, bevor ich vier Monate aussetze und wieder von vorn anfange – geht ja gar nicht!

Inzwischen ist’s mir egal wer mir entgegenkommt oder an mir vorbeifährt – nur die Nachbarn nicht an ihren Hoftoren. Meine Güte, ich dachte mein Ruf sei längst ruiniert! Stelle fest, es geht noch besser!
Zwei Dinge sind wichtig: es läuft nichts ohne Musik (diese Woche Queen – herrlich – Karat und Liquido) und ohne meinen Glücksbringer geht’s gar nicht erst auf die Piste!

Weiterlesen

Der innere Schweinehund – wieder Laufen (3)

Und ganz am Horizont, die heiß diskutierten Windräder.

Stelle fest: Laufen am Morgen (heute mit „Kings of Leon“ im Ohr) hat was und geht auch. Ich bin Morgenmuffel und nicht vor 9 Uhr ansprechbar, außer meine Kinder brüllen mir morgens um 7 Uhr ins Ohr: Mama der Adventskranz brennt *g*. Und ich  möchte mich auch nicht körperlich betätigen. Ich bin anwesend – mehr nicht.

Der Vorteil beim Laufen ist, dass keiner da ist (ich will allein meinen Weg laufen), der mich vollquatscht. Und 8:30 Uhr Laufen hat weitere Vorteile, es sind kaum andere unterwegs, ich glaube, die Profis sind schon alle durch. Ich bin nur einem konditionierten Profi begegnet und wesentlich weniger Autofahrer, die mich seltsam angeschaut haben. Und die Dorftraschtante geht mit ihrem Fiffi später 🙂
Ansonsten war ich nicht schneller, hatte aber deutlich weniger Aua! Ist ja auch was. Und in meinem Alter gibt man sich mit Kleinigkeiten zufrieden. Schneller Laufen wird schon, ich bin da zuversichtlich!

So und wer jetzt denkt, dass ich jedesmal einen Blogartikel schreibe, den kann ich beruhigen, das war nur diese Woche, künftig gibts nur Zusammenfassungen in unregelmäßige Abständen.

Karate-Kids und Prüfungen

Oder: die erste Prüfung ist die schwerste

Und wieder ein Karate-Kurs beendet – was sage ich – es waren zwei in diesem Jahr. Zwei Anfängerkurse, einmal die 7 bis 9-jährigen und einmal die 10 bis 14-jährigen Kinder. Zweimal ganz verschiedene Anforderung an mich als Trainerin, nicht nur auf das Lehren von Karate-Techniken bezogen sondern auch darauf, den Kindern Freude am Bewegen, an Karate zu vermitteln.

Ich sehe mich als Vorbild, ich muss meine Begeisterung für den Sport so zeigen, dass der Funke überspringt. (Eines vorweg, es hat nur bei einem Kind von insgesamt 38 nicht funktioniert, ein guter Schnitt, würd ich sagen.) Wenn ich nicht „brenne“ wie können es meine „Lehrlinge“? Weiterlesen

90% der Schüler fehlt die Intelligenz, das Abitur zu machen

Oder: Warum leistungsbezogene Vergütung für Lehrer?

90% der Schüler auf diesem Gymnasium haben nicht die Intelligenz, das Abitur zu mache. Ihr gehört nicht zu den 10%.

Das ist ein Zitat aus einer „Ansprache“ des Mathelehrers meiner Tochter in der 10. Klasse. Gott sei Dank besaß sie genügend Selbstbewusstsein, nach einem Gespräch mit mir, auf diese Aussage zu pfeifen. Da ich leider erleben durfte, dass dies keine Ausnahme ist, möchte ich nicht wissen, wie viele Kinder kein Abi machen, weil sie völlig demotiviert werden.
Weiterlesen