Einfach mal was Zutrauen

Heute entdeckte ich den Artikel „Gönnen Können – wie Stereotype unsere Leistung beeinflussen“. Ich bin kein Freund von vielen Studien, weil ich oft genug erlebt habe, dass die Ergebnisse ein wenig passend „gebastelt“ wurden. Aber, vieles was dort beschrieben ist, entdecke ich in jedem Training wieder. Weiterlesen

Karateprüfungen sind aufregend – auch für Eltern!

Wer kann diesem Jubel widerstehen?

Die Kinder fiebern ihr entgegen: der ersten Karateprüfung. Sie freuen sich drauf, nach einem halben Jahr anstrengendem Training endlich ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig ist es aufregend und sie haben Angst. Denn die beiden Prüfer sind nicht ihre Trainer. Zwar trainieren die Prüfer auch mal meinen Kurs, wenn ich verhindert bin und so lernen sie die Kinder kennen und umgekehrt, trotzdem ist Prüfung immer etwas Anders. Und oft sind die Eltern aufgeregter als die Kinder. Weiterlesen

20 Jahre Karate: Dies und das (3)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Die Zeit des Ausprobierens

Den Schulsport hatte ich also erfolgreich hinter mich gebracht. Reiten und Jazz-Tanz musste ich leider aufgeben, weil durch das Studium ein Umzug anstand. Ich wusste nicht so recht, was ich in Angriff nehmen sollte und wurde etwas faul. Bis ich Karate für mich entdeckte dauerte es noch ein paar Jahre.  Weiterlesen

20 Jahre Karate: Das unsportliche Kind (2)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Es ist gar nicht so einfach mit der Rückschau, so vieles fällt mir wieder dazu ein.
Karate ist mir nie wirklich leicht gefallen, ich hab mir alles mit viel Spaß hart erarbeitet. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg  – ja, ich betrachte es als Erfolg für mich, obwohl ich mich nie in offiziellen Wettkämpfen gemessen habe. Ich erlebe immer wieder, dass Karateka, denen es nicht „zufällt“ meist dabei bleiben, während diejenigen, die leicht und schnell lernen, oft auch schnell die Lust verlieren. Weiterlesen

20 Jahre Karate: Wie alles begann (1)

Im Januar 2012 habe ich 20jähriges Karatejubiläum

Es ist Zeit Rückschau zu halten.

Erst mit knapp über 30 Jahren habe ich im Karateverein Friedberg e.V. mit Karate begonnen. Ich wollte einfach nur eine Sportart betreiben, die mich mit anderen Menschen zusammenbringt und bei der ich mich „austoben“ kann. Aber schon schnell hat mich diese Sportart „gefangen“ genommen, zum einem verschaffte sie mir den nötigen Ausgleich zur Arbeit, ich war gezwungen abzuschalten, den Alltag hinter mir zu lassen und mich ganz auf mich und meinen Körper zu konzentrieren: Karate ist Selbstbewusstsein, innere Stärke, Gesundheit und Erziehung! Selbstbeherrschung, Verantwortungsbewusstsein und Konzentration haben oberste Priorität. Weiterlesen

Karate, Blitz und Donner und ein Feuerfehlalarm

Oder: Warum ein Leistungskurs in Physik fürs Training förderlich sein kann

Ich gebe nie ohne Plan ein Training. Einen Plan B hab ich immer im Kopf. Den Profi zeichnet aus, dass er bei Katastrophen unterschiedlichster Art  aus „Nichts“ einen neuen zaubert. Denn oft hat Bert Brecht recht: „Ja, mach nur einen Plan. Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan. Geh’n tun sie beide nicht.“

Das Training fing heute schon unnormal an. Die Bonsais (7-10 Jahre) waren wirklich konzentriert bei der Sache. Bis, ja bis plötzlich ein heftiges Unwetter losging, die großen Türen der Turnhalle waren offen und gehen direkt auf den Schulhof hinaus. Es hat von jetzt auf gleich wie aus Kübeln gegossen, niemand wollte mehr raus, um die Türen zu schließen. Genauso plötzlich und heftig war das Gewitter über uns. Die ersten Kleinen fingen an sehr ängstlich drein zu schauen.

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Lob ist der Stoff aus dem Erfolge sind!

Ein Tweet von mir heute früh regte mich, nach zwar schwacher Resonanz, trotzdem zum Nachdenken über das Loben an. Ich hatte mich wirklich gefreut, hatte ich kurz zuvor völlig unverhofft ein fettes Lob von einem Fachmann bekommen. Wahrscheinlich ist es ihm gar nicht bewusst gewesen, seine Antwort auf eine meiner Bemerkungen war sehr spontan. Gerade deswegen, ist es mir so wichtig gewesen und hat sehr gut getan. You made my day!
Zusätzlich habe ich diese Woche nach einem sehr intensiven Kunden-Workshop auch völlig spontan von den Mitarbeitern die Rückmeldung bekommen: „Danke für ihr Fachwissen, das Sie so interessant und locker rüberbringen!“ Auch das kam völlig überraschend und ich fuhr froh gelaunt nach Hause. This made my day!

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„Kihon ist langweilig – deswegen müssen wir Kihon trainieren“

Teilnehmer des Trainings mit Tamayose Sensei.

Mit diesem Satz hatte Tamayose Hidemi Sensei (Hanshi, 9.Dan Kobudo, 6.Dan Karate) am letzten Donnerstag (4. August) auch die Anfänger nach dem Grundschultraining verblüfft. Aber er hat recht (das sag ich meinen Anfängern auch immer), ohne die Grundlagen wird das nichts mit Kata und Kumite. Und Tamayoses Grundschultraining ist alles andere als langweilig. Da er Shorin Ryu Karate trainiert, mussten bei einigen Techniken selbst Schwarzgurte heftig an sich arbeiten.

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Gewaltschutztrainer-Fortbildung, Tag 3

Oder: bloß keine Ängste schüren!

Wenn wir als Selbstbehautptungs- und Gewaltschutztrainer (ausgebildet vom Deutschen Karate Verband)  in Schulen oder Hort-Einrichtungen Kurse durchführen, werden wir immer vorher mit den Lehrer, Betreuer und Eltern reden. Sie sollen unser Konzept kennen lernen und wir müssen vorher wissen, ob es „aktuelle“ Anlässe in der Einrichtung für diesen Kurs gibt, oder ob Eltern und Lehrer den Kurs als reine Präventionsmaßnahme anbieten, um die Kinder zu stärken. Der Lehrer oder eine Aufsichtsperson in Hort-Einrichtungen müssen beim Kurs anwesend sein. Nur sie kennen die Kinder und können in bestimmten Situationen hilfreich unterstützen.

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Gewaltschutztrainer-Fortbildung, Tag 2

Oder: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold!

Heute im Programm: Gefühle zeigen und Gefühle interpretieren. Es ging darum, Gefühle „richtig“ zu zeigen, also nicht zu Lachen, wenn uns zum Weinen  zumute ist. Es ist auch nicht einfach, Gefühle anderer zu interpretieren, selbst von Menschen, die wir gut kennen.

Versucht mal den Unterschied zwischen Trauer und Wut aus einem Gesicht herauszulesen, oder zwischen Wut und einem sehr konzentrierten Gesichtsausdruck. Können wir Freude von Übermut unterscheiden, oder auch Wut von Panik? Alles verschiedene Gefühle, die vom Gesichtsausdruck nahe beieinander liegen.

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