Selbstbewusste Kinder wissen was zu tun ist

SchuleEs ist wieder soweit, die ersten ABC-Schützen werden dieser Tage eingeschult. Die Kinder sind aufgeregt, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Doch Eltern denken auch mit Sorge an die Sicherheit auf dem Schulweg. Deswegen wird der Weg schon Tage zuvor immer wieder geübt und die Kinder in den ersten Wochen begleitet. Dann geht der Nachwuchs allein und Eltern beschleicht dabei der Gedanke „Was, wenn etwas passiert? Wenn mein Kind von einem Fremden angesprochen wird? Wenn es von Größeren angepöbelt wird? Es steht ja so viel in der Zeitung!“ Weiterlesen

Und plötzlich zückt er ein Messer!

Zetai – Morphsuit – Knife„Verteidige dich so, als ob der Angreifer gleich ein Messer zückt!“

Das war die erste Botschaft dieser Fortbildung, die sich mir sofort als logisch eingeprägt hat. Während meiner Ausbildung zum Selbstverteidigungstrainer wurde mir oft genug vermittelt, dass man meist erst merkt, dass der andere ein Messer hat, wenn es zu spät ist. Oder er greift plötzlich in einer Auseinandersetzung nach einem Gegenstand und benutzt diesen als Waffe. Ich will hier nicht aufzählen, was alles verwendet werden kann, um niemanden auf dumme Gedanken bringen. Aber die Kreativität ist groß, musste ich feststellen. Weiterlesen

Aus Wut wird Mut – einfach mal Kopfstehen!

Wohin mit meiner Wut? (© Stefan Rajewski - Fotolia.com)

Wohin mit meiner Wut?

Wohin mit meiner Wut? 

Wie oft sind wir in einer Situation wütend, auch wütend über uns selbst? Weil wir nicht schlagfertig genug reagiert haben? Weil wir uns von Sprüchen haben beeindrucken lassen, die sich hinterher als hohl herausgestellt haben? Weil wir an einer Situation nichts ändern können? Weil, weil, weil…. Weiterlesen

„Das Schreispiel war doof!“

Das höre ich allerdings sehr selten als Kursfazit. Schreispiele machen meist Kindern Spaß, werden sie doch oft genug zur Ruhe ermahnt. Aber beim Gewaltschutzkurs für Grundschüler, der diese Woche zu Ende ging, beschwerten sie sich, dass sie hinterher heiser waren.
Es gibt schlimmere Fazits. Damit kann ich leben. Weiterlesen

20 Jahre Karate: Auf dem Weg! (5)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Es dauerte die errechneten fünf Jahre. Mit dem 3. Kyu (erster Braungurt) startete ich meine Trainerausbildung. Eine Investition an Zeit und viele neuen Erfahrungen. Ich musste umdenken. Machte ich bisher als Schülerin „nur“ die Techniken nach, die der Sensei mir zeigte und erläuterte, musste ich sie nun selbst so erklären, dass die Schüler verstehen, was genau ich von ihnen möchte. Das war gar nicht so einfach. Mein Vorteil war, dass ich im Verein gleich bei einem Trainer als Co-Trainerin mitarbeitete. Dort konnte ich das Gelernte gleich auf Praxistauglichkeit prüfen. Ich stellte fest, manchmal war ich anderer Meinung als mein Ausbilder 🙂 (Allein die Ausbildung zu beschreiben und aufzuarbeiten, würde einen weiteren längeren Blogbeitrag erfordern). Weiterlesen

Zwischen Trainerin und Trösterin

Der Spagat zwischen „Chef“ und „Trösterin“

„Malu, der Ben hat mich getreten.“ „Malu, ich hab Bauchschmerzen, kann ich mich hinsetzen?“ „Die Klara hat mir die Zunge rausgestreckt.“ „Malu, ich hab mir den Fuß verknackst und jetzt blutet das!“

Kaum zu glauben, aber auch das ist Karate-Training. Ganz normale Ansagen in einem ganz normalen Training. Mal bin ich Trösterin, mal bin ich „Chef“, also Trainerin, der „Kleinen“ im Karate. Mir macht das großen Spaß, die ca. 6 – 10jährigen Kinder zu trainieren. Sie sind frei heraus mit ihren Äusserungen, manchmal unbarmherzig ehrlich. Wenn ich mal sagen muss, dass ich heute ausnahmsweise keinen doppelten Mae-Tobi-Geri zeigen kann, weil mir das Knie weh tut, schauen sie mich seltsam an und sagen:

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Einfach mal was Zutrauen

Heute entdeckte ich den Artikel „Gönnen Können – wie Stereotype unsere Leistung beeinflussen“. Ich bin kein Freund von vielen Studien, weil ich oft genug erlebt habe, dass die Ergebnisse ein wenig passend „gebastelt“ wurden. Aber, vieles was dort beschrieben ist, entdecke ich in jedem Training wieder. Weiterlesen

Vor dem Zuschlagen findet eine „Entmenschlichung“ statt

Nur nicht provozieren lassen (© Mat Hayward - Fotolia.com)

„Typisch für Konflikte in der Öffentlichkeit ist das gegenseitige ‚Aufschaukeln‘. Wir kennen das alle, ein Wort gibt das andere und wir werden immer lauter.“ Ein Polizeihauptkommissar a.D. gab beim Verbandstag des Hessischen Karateverbandes einen Überblick wie Konflikte zwischen zwei oder mehreren Menschen in der Öffentlichkeit zustande kommen. Die Teilenehmer nickten zustimmend, schließlich kennen wir die Verhaltensweisen aus ganz normalen Streitigkeiten in der Familie oder zwischen Freunden.

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