„Das Schreispiel war doof!“

Das höre ich allerdings sehr selten als Kursfazit. Schreispiele machen meist Kindern Spaß, werden sie doch oft genug zur Ruhe ermahnt. Aber beim Gewaltschutzkurs für Grundschüler, der diese Woche zu Ende ging, beschwerten sie sich, dass sie hinterher heiser waren.
Es gibt schlimmere Fazits. Damit kann ich leben. Weiterlesen

20 Jahre Karate: der 2. Dan (6)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Der 2. Dan setzte sich in meinem Kopf fest. Ich sprach meinen Sensei an, wie bei jeder Prüfung, wollte ich sein Okay. Seine Antwort: „Ja, bereite dich mal vor.“ Ich rechnete wieder mit einem knappen Jahr Vorbereitungszeit und fing an diese zu planen.
Erst mal die Prüfungsordnung lesen. Weiterlesen

20 Jahre Karate: Auf dem Weg! (5)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Es dauerte die errechneten fünf Jahre. Mit dem 3. Kyu (erster Braungurt) startete ich meine Trainerausbildung. Eine Investition an Zeit und viele neuen Erfahrungen. Ich musste umdenken. Machte ich bisher als Schülerin „nur“ die Techniken nach, die der Sensei mir zeigte und erläuterte, musste ich sie nun selbst so erklären, dass die Schüler verstehen, was genau ich von ihnen möchte. Das war gar nicht so einfach. Mein Vorteil war, dass ich im Verein gleich bei einem Trainer als Co-Trainerin mitarbeitete. Dort konnte ich das Gelernte gleich auf Praxistauglichkeit prüfen. Ich stellte fest, manchmal war ich anderer Meinung als mein Ausbilder 🙂 (Allein die Ausbildung zu beschreiben und aufzuarbeiten, würde einen weiteren längeren Blogbeitrag erfordern). Weiterlesen

20 Jahre Karate: Es bleibt dabei! (4)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Ja, mein Sensei hat es geschafft, mich die ganzen Jahre über bei „der Stange zu halten“. Karate war für mich nicht einfach zu erlernen. Jede neue Technik war eine Herausforderung. Anfangs nahm ich mir vor, Karate nur so nebenbei zu betreiben, ich wollte mich auf keinen Fall dem Stress der Gürtelprüfungen aussetzen. Ich wollte gar keine machen. Bis, ja bis mein Sensei nach einem halbem Jahr sagte: „Jetzt ist es soweit. Du machst deine erste Prüfung!“ Das klang nach „keine Widerrede“. Heute bin ich froh, dass er mich beim ersten Gürtel „zum Jagen getragen hat.“ Weiterlesen

20 Jahre Karate: Dies und das (3)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Die Zeit des Ausprobierens

Den Schulsport hatte ich also erfolgreich hinter mich gebracht. Reiten und Jazz-Tanz musste ich leider aufgeben, weil durch das Studium ein Umzug anstand. Ich wusste nicht so recht, was ich in Angriff nehmen sollte und wurde etwas faul. Bis ich Karate für mich entdeckte dauerte es noch ein paar Jahre.  Weiterlesen

20 Jahre Karate: Das unsportliche Kind (2)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Es ist gar nicht so einfach mit der Rückschau, so vieles fällt mir wieder dazu ein.
Karate ist mir nie wirklich leicht gefallen, ich hab mir alles mit viel Spaß hart erarbeitet. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg  – ja, ich betrachte es als Erfolg für mich, obwohl ich mich nie in offiziellen Wettkämpfen gemessen habe. Ich erlebe immer wieder, dass Karateka, denen es nicht „zufällt“ meist dabei bleiben, während diejenigen, die leicht und schnell lernen, oft auch schnell die Lust verlieren. Weiterlesen

Anleitung, einer Katze eine Pille zu verabreichen!

  1. Nehmen Sie die Katze in die Beuge Ihres linken Armes, so als ob Sie ein Baby halten. Legen Sie den rechten Daumen und Mittelfinger an beiden Seiten des Mäulchens an und üben Sie sanften Druck aus, bis die Katze es öffnet. Schieben Sie die Pille hinein und lassen Sie die Katze das Mäulchen schließen.
  2. Sammeln Sie die Pille vom Boden auf und holen Sie die Katze hinterm Sofa vor. Nehmen Sie sie wieder auf den Arm und wiederholen Sie den Vorgang.
  3. Holen Sie die Katze aus dem Schlafzimmer und schmeißen Sie die angesabberte Pille weg. Weiterlesen

Wann ist genug genug?

Oder: Aufgeben tut man nur einen Brief

Sätze wie „Du hast’s nur noch nicht genug versucht!“ oder „Versuch’s fester!“ oder „Streng dich mehr an!“ haben mich erzogen, hartnäckig Ziele zu verfolgen. Obwohl ich mir das manchmal nicht eingestehe, weil ich immer denke, wenn was nicht so läuft wie ich es gerne hätte, ich hab’s noch nicht genug versucht und mir deswegen Faulheit unterstelle (ich also noch hartnäckiger sein muss).

Ich bin aber wohl doch hartnäckig, denn trotz schlechter sportlicher Prognose eines Sportlehrers in der Schule („Du bis einfach zu unsportlich“) bin ich seltsamerweise seit 20 Jahren dem Karate verfallen, Trainerin geworden, habe die Danprüfung bestanden und noch eine Selbstverteidungs- und Gewaltschutztrainer-Ausbildung gemacht. Weil ich ja so unsportlich bin.

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