Kinder und Persönlichkeitsbildung – Gewaltschutzkurs (2)

„Sei dein eigener Schutzengel“ geht in die 2. Runde

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Seit September 2011 biete ich im Rahmen des Ganztags-Programmes einer Schule in Friedberg/Hessen einen Gewaltschutzkurs für Grundschüler an. Ich war erst skeptisch, ob es den Kindern nicht langweilig wird,  jede Woche 1,5 Stunden einen solchen Kurs zu besuchen und ob ich ihnen auch genug Abwechslung bieten konnte. Doch am Ende des Kurses wurde ich eines Besseren belehrt. Im 2. Halbjahr wurde der Kurs neu ausgeschrieben und es meldeten sich diesmal 18 Kinder aus der 3. und 4. Klasse an (im September waren es 11), vier davon waren beim ersten Kurs schon dabei. Ich finde, das spricht für den Kurs und meine Art, den Kurs zu leiten. Weiterlesen

„Mir wird einiges vom Erlernten einfallen“

Selbstbehauptung und Selbstverteidigung

Für April und Mai dieses Jahres hat der Betriebsrat der AXA-Versicherungen in Frankfurt einen Kurs „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ mit mir für die Mitarbeiter des Hauses organisiert. Die AXA stellte einen Raum zur Verfügung und sieben Mitarbeiter haben sich angemeldet.  Schön, dass es ein gemischter Kurs (Männer und Frauen) war. Ich biete lieber gemischte Kurse an. Wir vereinbarten 5 Termine á 1,5 Stunden. Und ich stellte jedesmal fest, dass die Zeit viel zu schnell verging, auch die Teilnehmer hätten meist gerne noch weiter gemacht. Weiterlesen

20 Jahre Karate: Dies und das (3)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Die Zeit des Ausprobierens

Den Schulsport hatte ich also erfolgreich hinter mich gebracht. Reiten und Jazz-Tanz musste ich leider aufgeben, weil durch das Studium ein Umzug anstand. Ich wusste nicht so recht, was ich in Angriff nehmen sollte und wurde etwas faul. Bis ich Karate für mich entdeckte dauerte es noch ein paar Jahre.  Weiterlesen

20 Jahre Karate: Das unsportliche Kind (2)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Es ist gar nicht so einfach mit der Rückschau, so vieles fällt mir wieder dazu ein.
Karate ist mir nie wirklich leicht gefallen, ich hab mir alles mit viel Spaß hart erarbeitet. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg  – ja, ich betrachte es als Erfolg für mich, obwohl ich mich nie in offiziellen Wettkämpfen gemessen habe. Ich erlebe immer wieder, dass Karateka, denen es nicht „zufällt“ meist dabei bleiben, während diejenigen, die leicht und schnell lernen, oft auch schnell die Lust verlieren. Weiterlesen

20 Jahre Karate: Wie alles begann (1)

Im Januar 2012 habe ich 20jähriges Karatejubiläum

Es ist Zeit Rückschau zu halten.

Erst mit knapp über 30 Jahren habe ich im Karateverein Friedberg e.V. mit Karate begonnen. Ich wollte einfach nur eine Sportart betreiben, die mich mit anderen Menschen zusammenbringt und bei der ich mich „austoben“ kann. Aber schon schnell hat mich diese Sportart „gefangen“ genommen, zum einem verschaffte sie mir den nötigen Ausgleich zur Arbeit, ich war gezwungen abzuschalten, den Alltag hinter mir zu lassen und mich ganz auf mich und meinen Körper zu konzentrieren: Karate ist Selbstbewusstsein, innere Stärke, Gesundheit und Erziehung! Selbstbeherrschung, Verantwortungsbewusstsein und Konzentration haben oberste Priorität. Weiterlesen

Gewaltschutztrainer-Fortbildung, Tag 3

Oder: bloß keine Ängste schüren!

Wenn wir als Selbstbehautptungs- und Gewaltschutztrainer (ausgebildet vom Deutschen Karate Verband)  in Schulen oder Hort-Einrichtungen Kurse durchführen, werden wir immer vorher mit den Lehrer, Betreuer und Eltern reden. Sie sollen unser Konzept kennen lernen und wir müssen vorher wissen, ob es „aktuelle“ Anlässe in der Einrichtung für diesen Kurs gibt, oder ob Eltern und Lehrer den Kurs als reine Präventionsmaßnahme anbieten, um die Kinder zu stärken. Der Lehrer oder eine Aufsichtsperson in Hort-Einrichtungen müssen beim Kurs anwesend sein. Nur sie kennen die Kinder und können in bestimmten Situationen hilfreich unterstützen.

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Gewaltschutztrainer-Fortbildung, Tag 2

Oder: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold!

Heute im Programm: Gefühle zeigen und Gefühle interpretieren. Es ging darum, Gefühle „richtig“ zu zeigen, also nicht zu Lachen, wenn uns zum Weinen  zumute ist. Es ist auch nicht einfach, Gefühle anderer zu interpretieren, selbst von Menschen, die wir gut kennen.

Versucht mal den Unterschied zwischen Trauer und Wut aus einem Gesicht herauszulesen, oder zwischen Wut und einem sehr konzentrierten Gesichtsausdruck. Können wir Freude von Übermut unterscheiden, oder auch Wut von Panik? Alles verschiedene Gefühle, die vom Gesichtsausdruck nahe beieinander liegen.

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Gewaltschutztrainer-Fortbildung, Tag 1

Oder: Wie mache ich Menschen stark

Warum nun auch noch Gewaltschutztrainer? Das haben mich alle gefragt, die wissen, dass ich seit 3 Jahren ausgebildete Selbstverteidigungstrainerin bin. Diese zusätzliche Fortbildung (wird auch lizensiert) legt den Schwerpunkt deutlich mehr auf  Selbstbehauptung, also das mentale Training. Sie befähigt mich Workshops anzubieten, die Mensche stark machen, die Selbstbewusstsein fördern und stärken. Der Fokus in diesen 3 Tagen liegt auf der Altergruppe Schüler, also 7 – 14 Jahren. In späteren Fortbildungen kommen weitere Altersgruppen oder Berufsgruppen hinzu.

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Selbstbehauptung: Klare Ansage erwünscht

Oder: In meinem Leben spiele ich die Hauptrolle

Man stelle sich mal vor: da sagt jemand „Nein“ und steht mit gesenktem Blick und hängenden Schultern da. Egal, worum es geht, das glaubt niemand. Wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir uns laut und deutlich artikulieren. Doch wie geht das?

Erst mal ist es ganz wichtig, dass ich mich selbst ernst nehme. Meine Gefühle und meine Wünsche die Priorität Nr. 1 einräume. Ich spiele in meinem Leben die Hauptrolle und niemand anderes!  Ich kann nicht von anderen verlangen, mich ernst zu nehmen, wenn ich es selbst nicht tue. Deswegen, in Diskussionen, bei Anfragen im Job, Anforderungen in Familie oder Ehrenamt: immer erst herausfinden, ob ich das wirklich will. Ich muss nicht sofort Antwort geben. Oft genug, kann ich mir eine Bedenkzeit zumindest „über Nacht“ einräumen. Und nach der Entscheidung beherzt „Ja“ oder „Nein“ sagen.

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Prügel-Attacken – die Täter werden brutaler!

Oder: Wie kann ich helfen, wenn jemand verprügelt wird?

Die Zeitungsberichte über zunehmend brutale Prügelattacken in Bahnhöfen mehren sich. Wir bekommen den Eindruck, die Zahl der Attacken steigt. Dem ist nicht so, jedoch werden sie zunehmend brutaler und enden öfter tödlich – auch für Menschen, die sich helfend einmischen wollen.
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