Wie viel Buchstaben hat Karate?

2015-12-10 21.57.24Gestern war Weihnachtsfeier im Verein, das ist immer ein großes und aufregendes Ereignis für die Kinder. Auch wenn alle wissen, dass es keinen Nikolaus gibt. Allein, dass er kommt, ist Beweis dafür, dass es ihn doch gibt.

Nach Essen, Trinken und Jahresrückblick hielt Shihan Bambouyani, ein Gasttrainer vom letzten Juli mit Hilfe modernster Technik eine kurze Ansprache, um allen Senseis und Deshis des Karateverein Friedberg frohe Adventstage und ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen. Er versprach, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Die Kinder klatschten und freuten sich über die Ankündigung.

Danach hieß es: „Gleich kommt der Nikolaus. Alle Kinder bis 12 Jahre bitte Schuhe ausziehen auf die Bühne.“ Ich sprintete zur Bühne, zog die Schuhe aus und kletterte hinauf. Die Kinder schauten mich irritiert an. „Du bist doch viiieeel älter!“ – „Wenn der Nikolaus kommt, bin ich 12 Jahre alt! Ätsch!“ Okay, das konnten sie akzeptieren. Der Nikolaus wusste, warum ich mich unter die Kinder mischte und war gnädig. Mit einem fröhlichen „Hohoho…“ überreichte er mir mein Geschenk. Einen Schoki-Nikolaus und einen kleinen Tiger. Er wusste, dass es mir um den Tiger ging. Der Basadai-Tiger brauchte schließlich einen Gefährten. Eine Elefantendame allein reichte ihm nicht. Wer die Facebookseite des Tigers kennt, weiß Bescheid. Doch dazu später mehr. 🙂

Alle Kinder bekamen einen kleinen Tiger. Dieser hatte nur einen weißen Kittel an, keine Hose und keinen Gürtel. Aber auf dem Kittel standen die japanischen Schriftzeichen für Karate. Drei Kinder neben mir, die in meinem Schnupperkurs sind, rätselten, was die Zeichen bedeuten könnten. „Das heißt Karate“, sagte ich. „Ach ja, auf Koreanisch.“ – Nee, das ist chinesisch!“ – „Blödmann, das ist japanisch.“ Die Antworten gingen wild hin und her. Fragend schauten sie mich an. „Das sind chinesische Schriftzeichen und das bedeutet Karate“, okay, die Antwort kam an. „Aaaaber, das sind ja nur 2 chinesische Buchstaben‚ Karate hat doch viel mehr.“ Ich holte Luft zum Antworten, da kam ein kleiner Karateka zuvor: „Die haben keine Buchstaben, die Zeichen sind immer Silben.“ Ich hielt wieder die Luft an, und fragte mich, ob einer die Silben in Karate und Schriftzeichen zählte. …. Nein! Gut so.

Ich bin ein Golden Girl

GoldStandardNach vier Tagen Adrenalin, kämpfen obwohl man schon fix und fertig ist, vielen blauen Flecken und aufpassen auf alle anderen in der Gruppe, hielten 23 frisch gebackene SV-Lehrer 3, Gold-Standard, als Erste in Deutschland die begehrte neue Lizenz in der Hand. Ich bin eine davon und ehrlich gesagt mächtig stolz. Mein Feedback an das Vorbereitungsteam war: „Ich hab mich sauwohl gefühlt, auch auf dem Waldboden, mit euch als Team, mit euch als Gesamtgruppe und mit meiner Kleingruppe. Wir haben uns intensiv kennen gelernt und gegenseitig auf die Füße geholfen, wenn wir körperlich und mental am Boden waren.“ Weiterlesen

6 Tipps für mehr Selbst-Respekt

Selbst-Respekt heißt Selbst-LiebeWenn du willst, dass andere dich respektieren, musst du zuerst dich selbst respektieren.

Wir reden viel über Respekt; darüber wovor wir Respekt haben und wovor nicht. Oft genug verwechseln wir Respekt mit Höflichkeit, Gehorsam oder gar Angst. Ältere Menschen sagen oft, die Jugend habe keinen Respekt mehr vor dem Alter und meinen oft damit, die Jugendlichen seien unhöflich. Wenn Lehrer oder Eltern Kinder als respektlos bezeichnen, meinen sie oft, sie seien ungehorsam. Weiterlesen

Kata mixed: man muss ja Ziele haben

Der Basadai-Tiger ist natürlich dabei!

Der Basadai-Tiger ist natürlich dabei!

Worauf hab‘ ich mich da nur wieder eingelassen? Ich geb’s zu, manchmal reiß‘ ich zu schnell die Klappe auf. Deswegen muss ich jetzt an der Hessenmeisterschaft 2014 teilnehmen. Nein, nicht als Betreuerin, sondern Mitglied eines neu zusammengestellten Kata mixed Teams. Heißt, Männer und Frauen in einem Team. Weiterlesen

Der „Geist“ des Karate

Das Training mit Hanshi Tamayose hat mich angeregt, wieder mal intensiver über die Wurzeln des Karate und meine „innere Haltung“ im Karate nachzudenken. Tamayose hat mir eine Widmung nach dem Training in den Ausweis als Kalligraphie geschrieben. Er sagte, es bedeute „erstes Herz“. Weiterlesen

Ich mach meine eigene Spielwiese auf!

Nichts ist langweiliger als ein Angriff, der ignoriert wird

Zufällig fiel mir heute ein Kindergartenfoto in die Hand und sofort war die Erinnerung an die Hänselei wieder da:

„Die Malu ist ne Brillenschlange! Die hat so ne dicke, hässliche Brille auf!“

Ja! Gerade Kinder-Brillen waren vor 50 Jahren potthässlich. Und ich hatte (und habe immer noch) sehr schlechte Augen. Heute gibt’s dafür Kontaktlinsen, aber damals… Also, diese „wunderbaren“ Gestelle mit meinen „Glasbausteinen“ drin… Potthässlich ist noch ein Kompliment… Weiterlesen

„Meine“ Mädels sahnen ab!

Es sind natürlich nicht alle „meine“ Mädels, aber alle trainieren bei mir fleißig und drei davon, haben ihr erstes Jahr mit mir als Trainerin verbracht. Fünf Karateka aus Friedberg waren so mutig und sind am letzten Samstag bei ihrem ersten Kyu-Turnier in der Kategorie Kata gestartet. Sie haben sich schon Wochen darauf vorbereitet, nicht nur bei mir, nein – sie sind in jedes Training gegangen. Also auch bei den „Großen“. Was mich fasziniert hat, war wie positiv sie sich der Kritik ausgesetzt, ja sie geradezu gesucht haben. Weiterlesen

Alles neu macht der April

… ja  mal ausnahmsweise der April. 

Wie Ihr seht, gibt es ein neues Design und mehr Info. Ich habe die Seiten Basadai (Kampfsportblog) und Maluschaefer.de (Selbstverteidigungs-Angebot)  zusammengefasst und einen Spreadshirt-Shop integriert. Ein Projekt, das über ein Jahr brach gelegen hatte und nun endlich startet.
Damals entstand die Idee, einen Basadai-Tiger zu entwerfen. Der Tiger ist das Tiersymbol für Shotokan-Karate, die Stilrichtung, die ich betreibe. Im Laufe der Jahre habe ich viele Sprüche von Trainern gehört und ertappe mich selbst dabei, immer wieder die gleichen Anmerkungen zu geben. Dem Basadai-Tiger sind einige dieser Sprüche in den Mund gelegt, und Ihr könnt T-Shirts mit dem „sprechenden“ Tiger in meinem Spreadshirt-Shop erwerben.

Mit dem Blog geht’s nun auch weiter. Ein paar meiner Karatekids, natürlich die Mädels *lach*,  trainieren derzeit fleißig für ihr erstes Kyuturnier in einer Woche. Sie werden in der Kategorie Kata starten und ich bin schon genau so aufgeregt, wie die Mädels. Ich werde darüber berichten!

20 Jahre Karate: der 2. Dan (6)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Der 2. Dan setzte sich in meinem Kopf fest. Ich sprach meinen Sensei an, wie bei jeder Prüfung, wollte ich sein Okay. Seine Antwort: „Ja, bereite dich mal vor.“ Ich rechnete wieder mit einem knappen Jahr Vorbereitungszeit und fing an diese zu planen.
Erst mal die Prüfungsordnung lesen. Weiterlesen