Wann ist genug genug?

Oder: Aufgeben tut man nur einen Brief

Sätze wie „Du hast’s nur noch nicht genug versucht!“ oder „Versuch’s fester!“ oder „Streng dich mehr an!“ haben mich erzogen, hartnäckig Ziele zu verfolgen. Obwohl ich mir das manchmal nicht eingestehe, weil ich immer denke, wenn was nicht so läuft wie ich es gerne hätte, ich hab’s noch nicht genug versucht und mir deswegen Faulheit unterstelle (ich also noch hartnäckiger sein muss).

Ich bin aber wohl doch hartnäckig, denn trotz schlechter sportlicher Prognose eines Sportlehrers in der Schule („Du bis einfach zu unsportlich“) bin ich seltsamerweise seit 20 Jahren dem Karate verfallen, Trainerin geworden, habe die Danprüfung bestanden und noch eine Selbstverteidungs- und Gewaltschutztrainer-Ausbildung gemacht. Weil ich ja so unsportlich bin.

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Was kauf ich mir von 80 Euro Ersparnis?

Da muss ich so alt werden, um Finanzpolitik zu verstehen… Ich habe mir vor 2 Wochen Schuhe für den Herbst gekauft, die um 40 Euro reduziert waren, heute einen Pulli, der auch um 40 Euro reduziert war. Dass ich insgesamt 48 Euro ausgegeben habe, um beides zu besitzen, lassen wir mal außen vor. (Obwohl, es waren sagenhafte Schnäppchen!) Und, dass ich 48 Euro gar nicht erst ausgegeben hätte, wenn ich die Dinge nicht gekauft hätte: vergessen wirs!

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Vor dem Zuschlagen findet eine „Entmenschlichung“ statt

Nur nicht provozieren lassen (© Mat Hayward - Fotolia.com)

„Typisch für Konflikte in der Öffentlichkeit ist das gegenseitige ‚Aufschaukeln‘. Wir kennen das alle, ein Wort gibt das andere und wir werden immer lauter.“ Ein Polizeihauptkommissar a.D. gab beim Verbandstag des Hessischen Karateverbandes einen Überblick wie Konflikte zwischen zwei oder mehreren Menschen in der Öffentlichkeit zustande kommen. Die Teilenehmer nickten zustimmend, schließlich kennen wir die Verhaltensweisen aus ganz normalen Streitigkeiten in der Familie oder zwischen Freunden.

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Karate, Blitz und Donner und ein Feuerfehlalarm

Oder: Warum ein Leistungskurs in Physik fürs Training förderlich sein kann

Ich gebe nie ohne Plan ein Training. Einen Plan B hab ich immer im Kopf. Den Profi zeichnet aus, dass er bei Katastrophen unterschiedlichster Art  aus „Nichts“ einen neuen zaubert. Denn oft hat Bert Brecht recht: „Ja, mach nur einen Plan. Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan. Geh’n tun sie beide nicht.“

Das Training fing heute schon unnormal an. Die Bonsais (7-10 Jahre) waren wirklich konzentriert bei der Sache. Bis, ja bis plötzlich ein heftiges Unwetter losging, die großen Türen der Turnhalle waren offen und gehen direkt auf den Schulhof hinaus. Es hat von jetzt auf gleich wie aus Kübeln gegossen, niemand wollte mehr raus, um die Türen zu schließen. Genauso plötzlich und heftig war das Gewitter über uns. Die ersten Kleinen fingen an sehr ängstlich drein zu schauen.

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Lob ist der Stoff aus dem Erfolge sind!

Ein Tweet von mir heute früh regte mich, nach zwar schwacher Resonanz, trotzdem zum Nachdenken über das Loben an. Ich hatte mich wirklich gefreut, hatte ich kurz zuvor völlig unverhofft ein fettes Lob von einem Fachmann bekommen. Wahrscheinlich ist es ihm gar nicht bewusst gewesen, seine Antwort auf eine meiner Bemerkungen war sehr spontan. Gerade deswegen, ist es mir so wichtig gewesen und hat sehr gut getan. You made my day!
Zusätzlich habe ich diese Woche nach einem sehr intensiven Kunden-Workshop auch völlig spontan von den Mitarbeitern die Rückmeldung bekommen: „Danke für ihr Fachwissen, das Sie so interessant und locker rüberbringen!“ Auch das kam völlig überraschend und ich fuhr froh gelaunt nach Hause. This made my day!

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„Kihon ist langweilig – deswegen müssen wir Kihon trainieren“

Teilnehmer des Trainings mit Tamayose Sensei.

Mit diesem Satz hatte Tamayose Hidemi Sensei (Hanshi, 9.Dan Kobudo, 6.Dan Karate) am letzten Donnerstag (4. August) auch die Anfänger nach dem Grundschultraining verblüfft. Aber er hat recht (das sag ich meinen Anfängern auch immer), ohne die Grundlagen wird das nichts mit Kata und Kumite. Und Tamayoses Grundschultraining ist alles andere als langweilig. Da er Shorin Ryu Karate trainiert, mussten bei einigen Techniken selbst Schwarzgurte heftig an sich arbeiten.

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Der innere Schweinehund – wieder Laufen (6)

Eine Woche voller: Aussetzen (?) und Aufraffen!

Die Bauern dekorieren mir meinen Weg immer sehr hübsch

Mein Facebook-Eintrag vom Montag lautete: „Wenn du auf den letzten 2 von 7 km merkst, dass du dir ne Blase läufst, auf dem letzten km fast nur noch humpelst und dann 5 Min schneller bist als sonst… – unbezahlbar!“ Das sagt alles, aber ich habe durchgehalten. Heißt aber auch, dass ich mal zeitlich was rausgeholt habe. *stolzbin*
Aaaber die Blase war soooo übel, rohes Fleisch starrte mich glänzend beim Socken ausziehen an, die Socke ging kaum ab und klebte am Zeh. Pflaster drum und dann den Rest des Tages durch die Wohnung humpeln.

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Der innere Schweinehund – wieder Laufen (5)

Nie ohne Glücksbringer!

Ich halte es durch, das allein ist schon erwähnenswert. Wo ich doch sonst eine Schönwetter-Läuferin bin, stelle ich fest, es geht auch bei Nieselregen. Mache mir aber schon Gedanken wie das wird, wenn’s richtig, so richtig kalt wird. Mir kratzte am Montag schon der Hals für 2 Tage, obwohl es warm war (19°) und nur ein wenig nieselte… Vielleicht dann doch wieder in ein Sportstudio und aufs Laufband, bevor ich vier Monate aussetze und wieder von vorn anfange – geht ja gar nicht!

Inzwischen ist’s mir egal wer mir entgegenkommt oder an mir vorbeifährt – nur die Nachbarn nicht an ihren Hoftoren. Meine Güte, ich dachte mein Ruf sei längst ruiniert! Stelle fest, es geht noch besser!
Zwei Dinge sind wichtig: es läuft nichts ohne Musik (diese Woche Queen – herrlich – Karat und Liquido) und ohne meinen Glücksbringer geht’s gar nicht erst auf die Piste!

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Der innere Schweinehund – wieder Laufen (4)

Die Wochenzusammenfassung:

Heute Hürdenlauf im Programm

Der innere Schweinehund ist sehr kleinlaut geworden. Gut so! Es geht wie geplant 3x die Woche Laufen, steht einfach im Terminkalender. Und mit Musik auf „die Ohren“ geht das prima: Montag Akon, Mittwoch David Garrett und heute Eminem. Zum davon laufen…

Was etwas frustrierend ist: ich werde kaum schneller, immer mal ne Minute. Aaaaaber jedes Mal leichter, jedesmal hat’s weniger weh getan, während des Laufens und hinterher. Wenn ich an das erste Mal denke, da tat mir am nächsten Tag noch alles weh. Also, es scheint doch aufwärts zu gehen.

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Der innere Schweinehund – wieder Laufen (3)

Und ganz am Horizont, die heiß diskutierten Windräder.

Stelle fest: Laufen am Morgen (heute mit „Kings of Leon“ im Ohr) hat was und geht auch. Ich bin Morgenmuffel und nicht vor 9 Uhr ansprechbar, außer meine Kinder brüllen mir morgens um 7 Uhr ins Ohr: Mama der Adventskranz brennt *g*. Und ich  möchte mich auch nicht körperlich betätigen. Ich bin anwesend – mehr nicht.

Der Vorteil beim Laufen ist, dass keiner da ist (ich will allein meinen Weg laufen), der mich vollquatscht. Und 8:30 Uhr Laufen hat weitere Vorteile, es sind kaum andere unterwegs, ich glaube, die Profis sind schon alle durch. Ich bin nur einem konditionierten Profi begegnet und wesentlich weniger Autofahrer, die mich seltsam angeschaut haben. Und die Dorftraschtante geht mit ihrem Fiffi später 🙂
Ansonsten war ich nicht schneller, hatte aber deutlich weniger Aua! Ist ja auch was. Und in meinem Alter gibt man sich mit Kleinigkeiten zufrieden. Schneller Laufen wird schon, ich bin da zuversichtlich!

So und wer jetzt denkt, dass ich jedesmal einen Blogartikel schreibe, den kann ich beruhigen, das war nur diese Woche, künftig gibts nur Zusammenfassungen in unregelmäßige Abständen.

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