Kata mixed – Ohne Fleiss …. kein Preis!

Basadai Hessenmeisterschaft… und den haben wir nun in der Tasche, also den Preis. Letzten Samstag war es soweit. Die Aufregung kam bei mir erst am Tag zuvor. Noch einmal wurde mir klar, eine Hessenmeisterschaft ist schon was anderes als ein kleines Kyu-Turnier oder ähnliches. Hier gehen auch Teams und Athleten an den Start, die im Hessen- und Bundeskader sind. Der Bundeskader Kata ist in Hessen angesiedelt, deswegen starten die auch hier. Ich stellte mir immer wieder die Frage „Worauf hast du dich da eingelassen?“

Ja worauf denn? Wir machen doch bloß unsere Kats, die wir über Wochen trainiert haben und mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sind. Die Blicke, der anderen im Verein, wenn wir zwischendurch mal unsere Katas liefen, waren anerkennende Blicke, sie haben also auch gesehen, dass wir richtig gut sind!
Nun, die Herausforderung war, dass einfach viele andere Menschen zuschauten und uns beurteilten. An sich kennen wir das von den Gürtelprüfungen, jedoch geht es da nicht um Pokale und Treppchen…

Unsere Vorbereitung war perfekt, am Tag zuvor hat keiner mehr trainiert. Wir wussten unser dritter Lauf ist der perfekte. Da es einen Bereich zum Üben und Aufwärmen bei jedem Turnier gibt, wollte wir ca. 20 Minuten vor unserem Auftritt die Katas 2x laufen, um den dritten Lauf auf der Matte unter den kritischen Augen der Kampfrichter zu machen.
Ich war den ganzen Morgen, sehr aufgeregt, hoffte auf den Effekt, den ich bei Prüfungen bei mir beobachtete: Die Aufregung war wie weggeblasen, wenn ich auf der Matte stehe und jemand „Hajime“ (los geht’s!) ruft. Dann nehme ich nur noch mich, die Matte und meinen „Auftrag“ wahr, ich bin ganz bei mir!

Vor uns waren drei Mannschaften, wir hatten also genügend Zeit zu schauen, wie die das mit „Einlaufen, Aufstellen und Angrüßen“ machen. Sachen, die im Verein ganz selbstverständlich sind, sind plötzlich anders, wenn man auf die Wettkampfmatte laufen muss… Wir haben es hinbekommen -einmal mehr Angrüßen schadet ja nicht. Und ja, ich wurde ganz ruhig, als ich auf der Matte stand und das Kommando kam.
Ich war völlig konzentriert auf die Kata, die Techniken, die Atmung und die Pausen, die wir uns verordnet hatten, um uns wieder zu „finden“ im Rhythmus. Es ist spannend, wie die Antennen funktionieren, wenn man so lange gemeinsam und intensiv übt. Es hat selbst im Verein in der großen Gruppe geklappt, wenn unsere Kata kam, liefen wir synchron, egal wo wir in der Gruppe standen. Die Antennen haben auf gleicher Welle gefunkt!

Letztlich hat es nur für den 3. Platz gereicht Für mich ein tolles Erlebnis, ein toller Erfolg. Es war mein erster Wettkampf überhaupt, an dem ich als Athletin teilnahm. Eine wichtige Erfahrung, die jeder Trainer mal gemacht haben sollte.
Und der 3. Platz ist gut. Wir haben uns letztlich nur dem Landes- und Bundeskader geschlagen gegeben, die die ersten beiden Plätze belegten. Ich habe gesehen, wie andere Top-Athleten gepatzt haben und dadurch andere als die üblichen Verdächtigen aufs Treppchen kamen.

Wir werden wieder antreten im nächsten Jahr. Uns hat das motiviert und – wer weiß – vielleicht sind wir im nächsten Jahr besser als das Kader.

3 Gedanken zu „Kata mixed – Ohne Fleiss …. kein Preis!

  1. Ein schöner Bericht. Ich weiss nicht, was ich hier auf dieser Seite eigentlich wollte und was das hier alles bedeutet, aber die Seite ist gut gemacht und persönlich aufbereitet. Meinen Glückwunsch zum 3. Platz!

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