Aus Wut wird Mut – einfach mal Kopfstehen!

Wohin mit meiner Wut? (© Stefan Rajewski - Fotolia.com)

Wohin mit meiner Wut?

Wohin mit meiner Wut? 

Wie oft sind wir in einer Situation wütend, auch wütend über uns selbst? Weil wir nicht schlagfertig genug reagiert haben? Weil wir uns von Sprüchen haben beeindrucken lassen, die sich hinterher als hohl herausgestellt haben? Weil wir an einer Situation nichts ändern können? Weil, weil, weil….

Wut tut gut! Klar! Aber nur Wut haben, ist weder befriedigend noch befreiend. Natürlich: Kratzen, Beißen, Treten hilft erst mal, ändert aber meist nichts an der Situation, über die wir wütend sind. Aber halt! Körperliches Abarbeiten von Wut hilft. Wenn ich Ärger mit dem Chef habe oder mich über einen Kunden ärgere, oder über mich, kann ich in meinem Fall das im Karate-Training wunderbar rauslassen. Oft stellen meine Kollegen mit einem Augenzwinkern fest: „War ein harter Tag für dich heute?“ Die Armen bekommen dann die Prügel ab. 😉

Außerdem ist körperliches Abarbeiten nicht jedermanns oder jederfraus Sache. Wie wandle ich die Wut in Mut? Mut, doch noch meinen Senf dazu zu geben, auch wenn die Diskussion schon gelaufen ist. Mut, mich gegen die Meinung der Gruppe zu stellen, Mut, mich einer Konfliktsituation zu stellen, vor der ich am liebsten weglaufen möchte.

Kopfstand

An sich ist es ganz einfach: Den Buchstaben W auf den Kopf stellen, und schon haben wir ein M. Aus Wut wird Mut. Tja, wenn das so einfach wäre. Aber bleiben wir mal im Bild. Einfach mal ein Argument auf den Kopf stellen und nicht als gegeben hinnehmen.

Wie kann man nun ein Argument auf den Kopf stellen? Eine Möglichkeit ist, sich zu fragen, wem es nützt. Wem nützt es, wenn wir die Dinge so machen wie sie schon immer gemacht wurden? Wer profitiert davon, wenn Plan A, den der Kollege favorisiert, umgesetzt wird? Wer profitiert davon, wenn ich immer frustriert oder wütend aus Meetings gehe?

Wenn klar ist, wem es nützt, wer profitiert, kann ich dieser Person beim nächsten Mal die Frage stellen: „Warum willst du es genau so haben? Was sind deine Erfahrungen? Wie genau stellst du dir die Umsetzung praktisch vor? Was spricht dagegen, meinen Vorschlag umzusetzen “ Nagelt diese Person auf ihr eigenes Argument fest und verlangt eine detaillierte Beschreibung der Umsetzung. Oft genug kapitulieren hier viele oder kommen ins Grübeln und versuchen den anderen Standpunkt zu verstehen.

So können Argumente im positiven Sinne zerpflückt und auf den Kopf gestellt werden. Probiert’s aus, über Rückmeldungen freue ich mich!

Verwandter Artikel: Ich mach meine eigene Spielwiese auf!

(Foto © Stefan Rajewski – Fotolia.com)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.