20 Jahre Karate: Dies und das (3)

2012 heißt für mich auch: 20 Jahre Karate. Deswegen die kleine Rückschau. Zum ersten Teil geht es hier entlang.

Die Zeit des Ausprobierens

Den Schulsport hatte ich also erfolgreich hinter mich gebracht. Reiten und Jazz-Tanz musste ich leider aufgeben, weil durch das Studium ein Umzug anstand. Ich wusste nicht so recht, was ich in Angriff nehmen sollte und wurde etwas faul. Bis ich Karate für mich entdeckte dauerte es noch ein paar Jahre. 

Um nicht einzurosten nahm ich wenn möglich das Fahrrad, um zur Fachhochschule zu kommen, ging viel zu Fuß und radelte am Wochenende in der Gegen herum. Für den Winter hatte ich Langlauf entdeckt. Da fuhr ich am Wochenende so oft es ging mit einer Freundin auf den Hoherodskopf im Vogelsberg. Meine erste Arbeitsstelle in der Erwachsenenbildung sorgt wieder für eine sportliche Neuorientierung. Da ich viele Workshops und Fortbildungen zu leiten hatte, die natürlich abends stattfanden, war plötzlich gar keine Zeit für meine Aktivitäten. In einen Verein konnte ich nicht, wann trainieren die? Richtig: Abends und am Wochenende.

Also blieb das Sportstudio, von denen es nun einige vernünftige gab, in denen man trainieren konnte, ohne gleich zum Muskelprotz zu mutieren. Aber das Training mit den Geräten war nicht meines. Ich lernte zwar nette Menschen kennen, die auch vormittags trainierten, aber so richtig „warm“ wurde ich Krafttraining nicht. Da ich keine Alternative sah, blieb ich dabei und suchte weiter.

Und dann kam Karate

Dann heiratete ich und das erste Kind kam zur Welt. Nach neun Monaten arbeitete ich wieder halbtags und hatte eine Tagesmutter gefunden. Die sprach mich eines Abends an: „Ich hatte mal einen Anfängerkurs in Karate gemacht. Den muss ich wiederholen, weil ich so viel gefehlt hab. Hast du Lust mitzumachen?“ Spontan sagte ich zu, ich kann nicht erklären warun, aber ich hatte gleich das Gefühl „das ist was für mich!“

Das erste Training bestätigte mein Bauchgefühl. Ich musste mit den „jungen Leuten“ trainieren. Die meisten waren zwischen 16 und 24 Jahren, da war ich als 32jährige eine „alte Oma“. Das setzte mich schon manchmal unter Druck. Aber die Sportart hatte mich „gepackt“. Nicht zuletzt der Trainer war schuld, dass ich dabei blieb. Er verstand, dass ich eine gute Mischung zwischen Ansporn und Zurückhaltung brauchte. Ich konnte nicht mehr so athletisch „turnen“ wie die Jungen, aber meine Sensei verstand es, dass ich daran nicht scheiterte, sondern eher Motivation daraus zog.

Mein Motto war: „Sieh es sportlich!“ Also los!

(Teil 4)

3 Gedanken zu „20 Jahre Karate: Dies und das (3)

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