Faszination virtuelle Blog-Expedition

Miss Mariane 2011

Zu riesigen Nebenwirkungen

Wenn du hektisch auf die Uhr schaust, deine privaten Termine so verlegst, dass du einigermaßen pünktlich zu Hause bist, deinen Kindern sagst: „Pscht nicht stören, Mama muss Baumkängurus trainieren“, oder dem Schulfreund am Telefon entgegenbrüllst: „Ich ruf zurück, ich muss nur schnell einen Helikopter in Guam landen.“ dann hat dich das  Blog-Expeditionsfieber gepackt.

Was sich ändert:

  • Dein Ava auf Twitter, denn ohne Mundschutz gehts nicht auf Expedition
  • Monate vorher unterwegs Fotos machen und im Hinterkopf haben, wofür du genau dieses Bild vielleicht bei der Expedition verwenden könntest
  • Recherchieren über fremde Welten, Sprachen und Kulturen, damit es sich wirklich echt anfühlt.
  • Monate vorher intelligente Andeutungen auf Twitter und Facebook machen, mit einem Hashtag, den noch keiner versteht
  • Etwa 8 Wochen vorher wöchentlich Trainings für das Team anbieten, damit sie körperlich und geistig allen Abenteuern gewachsen sind
  • Während der Expedition überwirfst du dich eventuell mit deinen Twitterfollowern, weil sie es satt haben immer nur von deinen Abenteuern zu hören. Aber die Lieblinge bleiben, glaubt mir 🙂

Was du lernst auf solchen Expedition:

  • Nicht nur neue Länder und Kulturen kennen (es muss ja möglichst echt sein)
  • Du überwindest Höhen-, Tiefen- und Platzangst
  • Du opferst deine Lieblingspretiosen, um zu überleben (ich trauere immer noch meiner Machete nach, die ich im Hubschrauberkampf in Papua Neuguinea ließ)
  • Ein Floß bauen
  • Rosa Salat zubereiten
  • Krokodile und Schlangen töten und braten
  • Einen Helikopter fliegen
  • Im Glibber von Atlantis tauchen
  • Aus allen möglichen Dingen eine Waffe oder ein Werkzeug basteln – MacGyver ist ein Waisenknabe dagegen
  • Mit allen möglichen Waffen umzugehen
  • Mit Baumkängurus reden
  • Orcas ein Seil umlegen, damit sie ein U-Boot ziehen können
  • GG on the rocks mixen
  • und, und, und ….

Selbst Twitterer und Facebooker, die ja für viele „Blödheiten“ des virtuellen Lebens Verständnis haben, schauen dich verwunderlich an, wenn du ihnen von einer virtuellen Blogexpedition berichtest. Ich habe mir abgeschminkt zu hoffen, dass es jeder nachvollziehen kann. Mir bringt es viel Spaß und ich habe dadurch tolle Menschen kennen gelernt, von vielen kenne ich nicht mal den Klarnamen. Aber ich fühle mich ihnen sehr verbunden, weil wir so viel zusammen erlebt haben. Auch so lernt man Menschen kennen.

Man muss sich „einspielen“, die Idee eines anderen aufgreifen, auch wenn man die eigene vielleicht besser fand. Doch die Geschichte ist dynamisch und entwickelt sich rasant und oft in eine Richtung, die nicht vorhersehbar war. Sie wird aber immer phantastisch. Immer!

Und was mich immer wieder fasziniert ist, dass einige Leser lange glauben, dass wir wirklich dort sind und die Abenteuer erleben. Der Mensch glaubt, was er glauben will. Das ist schön, so funktioniert Fantasy.
Am Liebsten wäre mir ja, jemand  würde uns „entdecken“ und die Abenteuer verfilmen. Wert sind sie es allemal.

Einen Dank an meine Follower, die diese Zeit mit mir überstehen und mir treu bleiben und diesem Jahr einen ganz besonderen Dank an diejenigen, die für mich gevotet haben: Ich bin „Miss Mariane“ geworden!  Juhu!

Die bisherigen virtuellen Blogexpeditionen:

Mount Everest, Mai 2010 (da war ich leider noch nicht dabei)
Papua Neuguinea, November 2010
Marianengraben, November 2011

11 Gedanken zu „Faszination virtuelle Blog-Expedition

  1. Ach, es war wieder wunderbar 😀 Ich schwanke immer noch zwischen Lachen, weil so toll war, und Weinen, weil’s vorbei ist. Aber ich weiß auch nicht, ob ich das noch länger durchgehalten hätte. Der Schlafmangel hätte dann doch zugeschlagen 😉

  2. Pingback: Monsterdoc – Arzt Blog, Medizin Satire » Virtuelle Expeditionen

  3. Pingback: Ein Fazit in Zahlen – MG 11 | Blog von Petra Vennekohl (Federkiel)

  4. @chefarzt Ach Cheffe, es macht einfach sooo viel Spaß und ich setz alles dran, das nächste Mal wieder dabei zu sein, egal in welche fernen Welten es uns trägt. Ich könnte mich sogar mit Kälte anfreunden. Und das will was heißen!

  5. Pingback: Hajo der Stationsarzt – was bisher geschah | Monsterdoc - Arzt Blog, Medizin Satire

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.