Wer will mal ein Kampfsportler werden?

Karate-Kids (3)

Zwei „Schnupperkurse“ für Kinder-Anfänger sind letzte Woche zu Ende gegangen. Zeit ein kurzes Résumé zu ziehen. Jeder Kurs in jedem Jahr ist anders. Und doch gibt es immer gleiche Faktoren.

Die Kinder und Eltern

Der erste Kurs für die 7-10jährigen Kinder war in diesem Herbst sehr voll: 27 neugiere Kinder und 27 neugierige Elternpaare. Im zweiten Kurs sind es 16 Kinder, zwischen 10 und 15 Jahren. 10 Abende Karate zum Schnuppern. Karate muss man ausprobieren, ob es Spaß macht. Durch die vielen Kampfsportfilme haben Kinder und Eltern oftmals falsche Vorstellungen, was auf sie zukommt.
Im Fernsehen sieht alles so leicht aus, Fäuste, Beine und Füße fliegen wie von selbst ins Ziel, waghalsige Drehungen und Sprünge scheinen wie von Zauberhand zu gehen. Im Film gehen die auch oft von „Zauberhand“, da wird mit viel Trick nachgearbeitet. Aber wer will nicht kämpfen können wie Bruce Lee oder Jean-Claude van Damme. Dass beide hart trainiert haben, wird oft gerne vergessen. Spätestens nach dem 3. Training wird gefragt: Und wann kann ich die Schwarzgurt-Prüfung ablegen? 🙂

Die Trainerin

Hier ist meine Herausforderung als Trainer: die „Bonsais“ so weit zu begeistern, dass sie gerne auch die körperlichen „Strapazen“ auf sich nehmen, um die Techniken lernen zu können. Vieles wird spielerisch erlernt. Reaktion, Gleichgewicht, Schnelligkeit etc. kann in vielen Spielen geübt werden und dann erst in Karatetechniken umgesetzt werden. Spiele schulen auch Rücksichtnahme und Fairness, alles Dinge, die in jedem Sport unabdingbar sind.
Trotzdem sind oft einzelne Gespräche  notwendig, um Kindern aber auch Eltern zu vermitteln, dass gegenseitiger Respekt sich auch im Umgang miteinander in der Umkleidekabine zeigen soll und auch außerhalb des Trainings, auf dem Schulhof zum Beispiel.

Das Résumé

Ich hoffe natürlich, dass alle Lust haben und im Januar wieder kommen. Dann beginnt der „richtige“ Anfängerkurs, dann müssen sie Vereinsmitglied werden. Jedoch sind 27 in einem Kurs nicht zu bewältigen und einige bleiben hoffentlich sicher zu Hause. Mir ist es wichtig, dass die „richtige Mischung“ bleibt, ein ausgewogenes Verhältnis von Jungen und Mädchen, was äußerst selten vorkommt, obwohl wir 2 weibliche Trainer im Verein sind. Ein ausgewogenes Verhältnis von extrovertierten und introvertierten Kindern und ebensolchen Eltern.

Aber wie auch immer, es wird eine gute Mischung sein, und am Ende des Kurses werden im Sommer 2011 alle glücklich ihre erste Karateprüfung bestehen und stolz auf sich sein.

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