Ein Anruf beim Finanzamt!

Ein bisschen mehr Freundlichkeit hülfe!

Eines vorweg: Ich bin stolz darauf ruhig geblieben zu sein. Tiefes Durchatmen und Konzentration auf das Wesentliche haben geholfen! So ein Telefonat könnte einem den ganzen Tag vermiesen….

Ich brauchte für die Familienkasse die Steuer-ID. Also nicht die „normale“ Steuernummer, sondern, die die wir Bundesbürger alle zugeschickt bekamen – vor 2 Jahren. Ehrlich, wer hat die aufgehoben und kann sie schnell raussuchen? Also ich nicht!

Ein Anruf bei der Familienkasse sorgte für Aufklärung: „Rufen Sie bei Ihren Finanzamt an, dann bekommen Sie diese!“
Gesagt getan! Auwei! Der Mensch an der anderen Seite ging schon sehr brummig ans Telefon. (Ich war ja froh, dass überhaupt jemand dran ging *g*)
Ich habe mich dann besonders freundlich (war vielleicht ein Fehler) gemeldet und mein Anliegen vorgetragen.
———-
Lange Pause am anderen Ende.
Ich „Hallo, hören Sie mich?“
Er „Ich warte bis Sie ausgeredet haben!“ (sehr unfreundlich)
Ich „Ich rede aber doch gar nicht mehr!“
Er „Jetzt schon!“ (noch unfreundlicher)
Ich „Aber ich muss Ihnen doch sagen können was ich will!“ (ich trällere fast)
Er ——- sehr lange Pause
Ich „Hallo, sind Sie noch da?“
Er „Ja, ich warte bis Sie ausgesprochen haben!“ (Spricht wie mit einem 5jährigen Kind, das nichts verstanden hat)
Jetzt war ich mit der langen Pause dran!
—Grmmmmpppffff— Nein, ich gab keinen Laut von mir.
Ich fürchtete schon, es sei ein Bot und wollte fragen, ob ich  mit einem Menschen verbunden werden könnte
– Aber da:
Er „Sind Sie jetzt fertig?“
Ich „Aber ja doch!“
Er „Nun sagen Sie endlich, was Sie wollen!“ (mürrisch!)
Ich verkniff mir zu sagen, dass ich dies bereits zu Beginn mitgeteilt hatte…. Und wiederholte alles, langsam, laut und deutlich.
Er rasselte dann die gewünschte Nummer so schnell ins Telefon, dass kein Mensch hätte mitschreiben können.
Dachte er, ich sei ein Bot? – Nein, ich fragte  nicht *g*

Ich „Könnten Sie die Nummer bitte wiederholen!“
Er nochmal sooooo langsam, dass es gefühlte 3 Minuten dauerte bis er fertig war und dann setze er ein „Haben Sie es jetzt begriffen?“ hinterher.
Ich (zuckersüß – ja das kann ich sein) „Aber sicherlich – und ich möchte mich für die überaus freundliche Auskunft herzlichst bedanken und wünsche Ihnen einen besonders schönen Tag!“

*puhhschweisswisch*
Ich legte auf, bevor er noch was sagen konnte. Sonst wäre ich geplatzt.

Ob ich ihm in einem 2. Telefonat empfehlen soll, eine Gesprächstherapie zu besuchen? (Aber lassen wir das!)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.