Social Media in Unternehmen

Sitzung eines Branchenverbandes zum Thema „Social Media und PR“ – Eindrücke

Viele Unternehmen überlegen nicht lange und machen mit, weil die meisten Anwendungen kostenlos zu nutzen sind (wie Twitter und Facebook, oder Blogs)

Es gelten die „alten“ Gesetze: Das ist operative Hektik, auch hier gilt: Erst die Strategie (Zielgruppen und Ziele) definieren und dann schauen, welche Plattformen und Anwendungen für die Ziele geeignet sind. Nicht alles gehört auf Social-Media-Plattformen.
Es ist keine Errungenschaft des Social Media, dass man einen Dialog mit dem Interessenten führt. Es ist nur ein neuer Kanal mit neuen Rahmenbedingungen.

Virtuelles Leben und Reales Leben sind eine getrennte Angelegenheit.

Im Gegenteil: Social Media ist reales Leben. Ich trete hier mit Menschen in Kontakt, die es wirklich gibt und als Unternehmen muss ich auch auf den Social-Media-Plattformen auftreten wie ich auf anderen Kommunikationskanälen mit den Interessenten rede. Nur die Rahmenbedingungen sind anders.

Social Media darf auch etwas menschlich sein, es findet sich immer was!

Social Media muss menschlich sein, ich kommuniziere (z.T. in Echtzeit) mit meinen Interessenten.

Auf Twitter muss ich nicht in Echtzeit antworten. Es macht nichts aus, die Antwort einen Tag später zu geben.

Falsch, dann fühle ich mich nicht wahrgenommen und ernst genommen. Wie wäre es am Telefon, wenn ich 24 Stunden nicht antworte, der Anrufer aber „in der Pipeline“ bleibt?

Social Media Relations sind nicht steuerbar.

Stimmt! Ich muss mich daran gewöhnen, dass über mein Unternehmen geschrieben/gesprochen wird. Ich muss aber dafür sorgen, dass ich beobachte, was geschrieben wird und kann entsprechend darauf reagieren. Vorsicht! Auch hier gilt wie im richtigen Leben: der Interessent will ernst genommen und respektiert werden.

Da könnte ja jeder aus meinem Unternehmen was Schreiben oder mitreden. Da muss ich ja meinen Mitarbeitern Vertrauen.

Stimmt! Deswegen sollten Social Media Guidelines entwickelt werden. Und Vertrauen sollte man seinen Mitarbeitern sowieso 😉

Das macht ja viel Arbeit. Da brauche ich ja einen neuen Mitarbeiter! Da mach ich einfach am besten gar nicht mit!

Wahrscheinlich sogar – und einen Kompetenten dazu! Aber nicht mitmachen heißt, es wird auf jeden Fall über mich gesprochen und ich gebe das „Heft“ aus der Hand Was ist besser?

Twitter ersetzt aber keine klassisch gemachte Pressemeldung!

Nein, kann will und soll es auch nicht. Wer hat das behauptet? Aber Twitter, Facebook und Blogs ergänzen gut gemachte Pressemeldungen. Man kann darüber auch auf die Pressemeldung aufmerksam machen und/oder zusätzliche Informationen geben. Man kann ganze Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen damit unterstützen.

Was lehrt uns das?
Es bleibt spannend und es gibt noch viel Aufklärungsbedarf. Wir tappen immer noch und immer wieder in die Falle:
Social Media ist „künstliches Leben“, also gleich „böse“ und Real Life ist „wirkliches Leben“ also gleich „gut“.
Diese Trennung kann es defintiv nicht geben!

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