Wie Eltern mit Leistungsdruck umgehen – oder auch nicht!

Eltern von Karate-Kids (2)

Der Fitness-Test für meine Bonsai-Kids stand an. Sechs Übungen, die Reaktion, Schnelligkeit, Gleichgewicht, Kreativität, Motivation etc. schulen. Über Wochen haben wir diese Übungen mit viel Spaß ins Training eingebaut, die Kinder freuten sich auf den Test. Eine Woche zuvor bekamen, sie eine Information mit den Übungen, mit den Bewertungskriterien und was noch alles wichtig war.

Es hätte so schön sein können

Danach stand mein Telefon nicht still. Beunruhigte Eltern, die wissen wollten

„Schafft mein Kind den Test?“

„Warum machen Sie keine Unterscheidung bei den Bewertungen zwischen Mädchen und Jungen?“

„Zu Hause kann mein Kind Seilspringen, nur im Training klappts nicht!“

Das waren noch harmlose Bemerkungen.
Was ist hier eigentlich los? Es ist Spaß, es ist Freizeit! Den Kindern macht es Spaß, sich zu messen, sich zu bewegen. Das ist nicht Schule und die Versetzung ist nicht gefährdet.

Der Tag kam, „meine Kinder“ haben mit Begeisterung mitgemacht. Die Eltern jedoch saßen am Rand. Manche hatte tatsächlich eine eigene Stoppuhr mitgebracht. Ich konnte es nicht fassen. Der Test war vorüber, ich hatte alle Ergebnisse protokolliert und wollte beim nächsten Mal die Auswertungen mitbringen.

Am nächsten Tag ging der „Sturm“ los

Und wieder die Eltern:

„Mein Kind lief aber 0,5 Sekunden schneller, als Sie gemessen haben!“

„Mein Kind hüpfte aber 1x mehr auf dem Bein, als Sie gezählt haben!“

„Mein Kind war aber besser als Kind X!“

 Die Frage bleibt mir gestattet: Welchen Kindergarten hüte ich?

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