Manchmal lohnen sich Umwege oder wie man mit Geduld zum Ziel kommen kann!

Samurai-Marketing (1)

Seit zwei Jahren arbeite ich mit einem Kunden, der ein spezielles Marketing-Konzept für eine spezielle Dienstleistung für einen neuen Markt anbieten und verkaufen will. Das Konzept steht seit 1½ Jahren, in Teilen inzwischen überholt, aber eines war und ist klar, damit das Konzept ein Erfolg werden kann braucht es ein eigenes Logo für diese Dienstleistung in diesem Markt. Nur sollte vorher das Konzept insgesamt mit Kommunikationsziel und Marketingziel abgesegnet sein.

Wie immer im Leben, gibt es hier ein ABER, ganz groß geschrieben. Dieser Kunde ist die Tochter einer sehr großen alt-ehrwürdigen Muttergesellschaft und bisher hat sich die Geschäftsführung der Tochter noch nie getraut eigenmächtig etwas zu entscheiden, ohne sich bei der Mama rückversichert zu haben. Ihr ahnt schon, worauf das hinausläuft.

Natürlich hat die Mama gesagt „Es kann ja nicht sein, dass das Töchterlein hier anfängt selbständig zu denken und vielleicht auch noch erfolgreich damit zu werden.“ Also haut die Mama dem Töchterlein auf die Finger und sagt „Wag dich!“ Durchaus als Drohung und nicht als Aufforderung verstanden. Die Tochter verstand die Drohung, aber es grummelte im Bauch. Mit 25 Jahren sollte eine Tochter wirklich alt genug sein, eigene Entscheidungen zu treffen.

Also griff mein Samurai-Marketing-Ansatz:

Wir beschlossen, nicht die Drohung, sondern die Aufforderung im Satz „Wag dich!“ zu verstehen. Wir taten so, als sei dieses Konzept beschlossen und haben einfach angefangen. Mit Erfolg. Da konnte die Mutter schlecht strafen.

Und jetzt, wo die Kunden nach der Dienstleistung fragen, muss auch ein neues Logo her. Wie das über die Bühne ging und welche Konsequenzen daraus entstanden erfahrt Ihr beim nächsten Mal.

Aber eines hat sich mal wieder bewahrheitet:
Wenn dir ein Weg versperrt wird, sieh zu wo die Umleitung ist, wenn du vom Ziel überzeugt bist

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